Anteil der erneuerbaren Energien in Baden-Württemberg erneut gestiegen - Erste Abschätzung für das Jahr 2017 veröffentlicht

Der Primärenergieverbrauch in Baden-Württemberg ist im Jahr 2017 nach ersten Schätzungen um 2,4 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Ursächlich ist insbesondere die rückläufige Stromerzeugung aus Kernenergie und Steinkohle. Gleichzeitig waren gegenläufige verbrauchssteigernde Effekte wie die gute wirtschaftliche Entwicklung und der weiterhin steigende Kraftstoffverbrauch zu beobachten. Die erneuerbaren Energien trugen nach ersten Schätzungen 13,5 % zum Primärenergieverbrauch im Land bei.

Der wachsende Energieverbrauch im Verkehrssektor und die gute wirtschaftliche Entwicklung führten zu einem höheren Endenergieverbrauch. Insgesamt ist der Endenergieverbrauch im Jahr 2017 um rund 1 % auf 292 TWh gestiegen. Davon entfallen 14,4 % auf erneuerbare Energien. Die Bruttostromerzeugung in Baden-Württemberg ist mit knapp 60 TWh gegenüber 2016 deutlich zurückgegangen (-4,6 %). Hauptsächlich ist dies auf die geringere Erzeugung in Kernkraftwerken zurückzuführen, in denen im Jahr 2017 15 % weniger produziert wurde (-3,3 TWh). So wurde Ende Dezember 2016 das Kernkraftwerk Philippsburg 2 aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen, Mitte Mai 2017 nahm das Kraftwerk den Betrieb wieder auf. Zudem wurde in den Steinkohlekraftwerken Baden-Württembergs 3,9 % weniger Strom als im Vorjahr erzeugt (-0,7 TWh).

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